St. Georg Dessau


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Monatsgedanken

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Ostergruesse 2021

Gott zu Ostern


Gott ist "unsichtbar" und doch wie gern wuerden wir ihn sehen. Der Bibelvers fuer den Monat April regt uns dazu an: "Wer oder was ist Gott?"

Zwei Antworten aus dem Neuen Testament weisen uns die Richtung: Erstens - Der Apostel Paulus antwortet darauf: "Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft..., und er wird seit der Schoepfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt..." (Brief an die Roemer 1, 20). Zweitens - Der Evangelist Johannes schreibt: "Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die muessen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten" Gott ist "unsichtbar", Gott ist "ewige Kraft" und Gott ist "Geist".

Schauen wir mit diesen Antworten in die Natur, wie sie gerade in diesen Monaten erwacht und sich entfaltet, erkennen wir "aus seinen Werken" die Schoepfung Gottes. Die Kraft, die in der Natur wirkt, nennt die Biologie: Evolution. Schaut man diese naturwissenschaftliche Feststellung mit den Augen des Glaubens an, so kann man sagen: "Evolution" ist der sich mit "ewiger Kraft" entfaltende Gott in der Natur, auf unserem Planeten und im Kosmos. In seinem Brief an die Gemeinde in Korinth lesen wir in diesem Zusammenhang zu Ostern bei Paulus: "Es wird gesaet verweslich, und wird auferstehen unverweslich" (1. Kor. 15, 42). Wir Menschen sind Teil der Entfaltung Gottes in Natur. Als Teil dieser Natur sind wir "verweslich". Gott ist als "ewige Kraft" in der Natur und damit auch an uns "unsichtbar" wirksam; "Unverweslich" , wie Paulus es nennt, sind wir , weil wir aus dem Geist Gottes geboren sind; "Unverweslich" bedeutet dann, dass wir nicht in Raum und Zeit, nicht in Koerper und Zelle auferweckt werden, sondern mit einem "geistlichen" Leib existieren werden. So sind wir "verweslich" in der Natur und "unverweslich" im Geist. Jesus, zu seinen Lebzeiten, hat das gewusst und darauf hingewiesen, wie sehr wir als natuerliche Wesen koerperlich und seelisch verletzbar sind, aber selbst auch anderes Leben koerperlich und seelisch verletzen. Jesu Kreuzigung an Karfreitag zeigt das drastisch an.

Zu Ostern ist Jesus als auferweckter Christus "unverweslich" von seinen Anhaengern erlebt und bezeugt worden, das lesen wir in den Ostererscheinungen im Neuen Testament. Auch wir heute koennen Christus erleben und aufnehmen im "Geist" und in "ewiger Kraft" und "unverweslich". Wo? In der Heiligen Taufe, im Heiligen Abendmahl und im Gebet.

Darin wird uns der "unsichtbare" Gott sichtbar und der auferweckte Christus erscheint uns schon jetzt am eigenen Leib.

Frohe Ostern! Ihr Pfarrer Martin K. Guenther


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