St. Georg Dessau


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Monatsgedanken

Allgemeines

Dezember 2019 / Januar 2020

Neue Welt


"Maria aber stand auf in den Tagen und ging auf das Gebirge eilends zu einer Stadt in Juda und kam in das Haus und gruesste Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruss Marias hoerte, huepfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des Heiligen Geistes voll und rief laut und sprach: Voll Glueck bist du unter den Frauen, und voll Glueck ist die Frucht deines Leibes! Und wie geschieht mir das, dass die Mutter meines HERRN zu mir kommt? Siehe, da ich Deinen Gruss hoere, huepft vor Freuden das Kind auch in meinem Leibe. Und selig bist du, die du Gott vertraut hast! Denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist vom HERRN."

(Die Bibel, Neues Testament, Lukas 1, 39 - 45)


Was diese beiden Frauen zusammenfuehrt und was sie verbindet, das ist jetzt etwas ganz Neues. Versunken ist alles, was sie sonst gemeinsam hatten, Freundschaft und Verwandtschaft - jetzt gilt nur noch die neue Welt Gottes.

Die neue Welt schafft eine Begegnung, die unzertrennlich ist. Die beiden kommen zusammen wie goettliche Hoffnung und goettliche Erfuellung zusammenkommen muessen, wenn nicht die ganze Welt auseinanderbrechen und in den Abgrund versinken soll.

Weinachten meint das Wunder Gottes - das Herabkommen der neuen Welt in unsere alte Welt. Das ist es, was diese beiden Frauen zusammenfuehrt und sie zusammenschliesst. Das macht diese beiden Frauen aber auch zum Zeichen fuer uns. Ohne diese neue Welt ist die Menschheit so, wie diese beiden Frauen ohne dieses Wunder Gottes sind: die eine ist die naive und unreife "Maria", die andere die erfahrene und unfruchtbare "Elisabeth". Denn das ist ja auch der Eindruck, den wir - die Menschheit - bei Gott unserm Schoepfer hinterlassen: Dass wir durch unsere eigene Schuld anscheinend entweder zu naiv und unreif sind fuer dieses Leben und darum alles, was Gott gut anfaengt, immer wieder schlecht weiterfuehren, oder, wenn wir dann endlich erfahren sind, dann besserwisserisch und unfruchtbar dabeistehen. Durch das Wunder Gottes wird in diese unsere unreife und unfruchtbare Menschenwelt eine neue Welt hineingeboren: In Jesus Christus koennen wir sie erleben, annehmen und weitertragen.

In diesem Sinne wuensche ich Ihnen eine gesegnete, frohe Weihnacht und uns im Jahr 2020 eine neue Welt.

Ihr Pfarrer Martin K. Guenther


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