St. Georg Dessau


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Monatsgedanken

Allgemeines

April 2022

Ein Schatz fuer unsere Seele


Jesus ist von den Toten auferstanden! Die Osterbotschaft uebersteigt unser intellektuelles Fassungsvermoegen. Deshalb ist es gut, die biblischen Auferstehungsberichte in Ruhe zu lesen und auf sich wirken zu lassen. Sie sind ein grosser Schatz fuer unsere Seele. Alle vier Evangelien deuten auf dasselbe Ereignis: Jesus von Nazareth, die Liebe Gottes in Person, der Gekreuzigte, Gestorbene und Begrabene - Jesus lebt! Gott hat ihn am dritten Tag aus den Toten auferweckt. Unsere Vernunft stoesst an ihre Grenzen. Und doch ist dieses schier unglaubliche Geschehen das Ereignis aus der Antike, das am besten belegt ist.

Denn die Nachfolgerinnen und Nachfolger von Jesus haben weitergesagt, was sie mit dem auferstandenen Jesus erlebt haben. Sie haben es weiter gesagt trotz grosser Widerstaende und Einschuechterungsversuche. Und es wurde aufgeschrieben und genau abgeschrieben und in alle Sprachen der Erde uebersetzt. Maria von Magdala war die Erste, die den Auferstandenen gesehen hat. Das war ganz in der Naehe von dem Grab, in dem er begraben war. Noch erfuellt von der Trauer ueber Jesu schrecklichen Tod, hat sie ihn zuerst gar nicht erkannt und ihn fuer einen Gaertner gehalten. Da sprach Jesus sie an: "Maria!" Und er gab ihr den Auftrag, seinen Juengern Bescheid zu sagen, dass er lebe.

Wenig spaeter sahen auch die Juenger Jesus selbst. Und auch wir koennen erfahren und im Herzen spueren: Jesus lebt! Deshalb: Frohe Ostern!

Reinhard Ellsel



Mai 2022

Gute Wuensche


Es ist die erste Monatsauslegung, nachdem am 24.2.2022 Russland die Ukraine ueberfallen hat. Im Fernsehen sah ich von Kindern, die auf der Flucht waren. Zusammengepfercht in einem VW-Bus, damit moeglichst viele mitfahren konnten. Dann hatte der Bus Panne. Alle suchten rennend den naechsten Keller auf, um die Reparatur abzuwarten und vor Bomben geschuetzt zu sein. Die Bilder, die wir jeden Tag sehen, sind nicht auszuhalten. Haeuser, bei denen nur noch die Fassaden stehen. Verletzte, die irgendwo im Keller operiert werden. Krebskranke Kinder, denen zusaetzliches Leid aufgebuerdet wird, alte Menschen, die kaum noch koennen ...

Mein Wunsch fuer diese Menschen, da kann ich mich und viele andere nur dem Monatsspruch des Monates Mai anschliessen, ihnen in jeder Hinsicht Wohlergehen, Gesundheit, und diese nicht nur koerperlich, sondern auch seelisch, zu wuenschen. Vom Beginn unseres Lebens an sind wir Menschen sehr sozial eingestellt. Wir wollen, dass es dem anderen gut geht. So motivieren Kleinkinder ihre Muetter, indem sie sie anlaecheln. Oder stecken ihnen auch ein Stueck von ihrer Nahrung in den Mund. Spaeter wird Dir gesagt, "Du musst auch an Dich denken", woraus dann wird, "nur" an sich. Dann hat der Egoismus zugeschlagen. Und schlimm, wenn er dem anderen sein Lebensrecht bestreitet, ihn obendrein bekaempft oder bekriegt. Der Monatsspruch bezieht sich natuerlich nicht direkt auf die Ukrainer. Urspruenglich schrieb ihn der Gemeindeleiter - man sah in ihm den Apostel Johannes - an einen sonst unbekannten Gaius. Er dankt Gaius dafuer, dass er die zu ihm gesandten Missionare beherbergt und fuer die Weiterreise ausgeruestet hat (Verse 5-8).

Fuer uns Christen ist es eine selbstverstaendliche Haltung, anderen Wohlergehen, Gesundheit, sowohl koerperlich als auch seelisch zu wuenschen, - nicht nur zum Geburtstag - auch wenn wir das, wenn wir ehrlich sind, nicht mit jedem koennen. Aber wir sollen uns bemuehen. Es ist die Richtschnur. Ich habe den Eindruck, dass es bei den ukrainischen Fluechtlingen schon besser klappt, als 2015. Haben wir gelernt? Moegen wir alle mit dazu beitragen, dass es den ukrainischen und allen anderen Fluechtlingen bei uns wohlergeht, dass sie gesund bleiben bzw. es wieder werden, sowohl an Leib als auch an ihrer Seele.

Pfarrer Thomas Pfennigsdorf


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