St. Georg Dessau


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Monatsgedanken

Allgemeines

Oktober/November 2019

Erloesung


Was ist das fuer ein "Wissen"? Welch eine Erkenntnis? Gerade deshalb so herrlich, weil sie so unglaublich, so uebervernuenftig ist, und so unermesslich ist; weil sie gegen alle Not und Verzweiflung in dieser Welt von "Erloesung" spricht.

Das haben wir am Ende des Kirchenjahres mit Blick auf Toten - und Ewigkeitssonntag besonders noetig zu lesen und zu hoeren: Es wird nichts und niemand vergessen, nichts verloren, nichts abgeschrieben; es wird an alles und alle gedacht. Niemand bleibt in seiner Angst und seiner Ungewissheit haengen. Es werden alle gerettet, alles zur Erfuellung gebracht. Es werden die Traenen abgewischt und wir werden erloest sagen; "Nun ist alles gut!", ob es nun Traenen der Verzweiflung, der Trauer am Grabe oder auch die bitteren Traenen der Reue waren, all die Traenen, die mit geballter Faust gegen Gott geweint werden: "Nun ist alles gut". Aber wer soll das glauben? Und wer soll das fertig kriegen?

Hier sehen wir, was gemeint ist, wenn der wichtigste Gottestitel im Neuen Testament lautet "der, der von den Toten auferweckt wird". Totenauferweckung - das heisst: Was keiner mehr gut machen kann, das kann noch gut gemacht werden. "GOTT" - das heisst: DER, der gutmachen kann, was keiner mehr gutmachen kann. Deshalb sagt Hiob trotz so viel Ungluecks: "Ich weiss, dass mein Erloeser lebt".

In diesem Sinne wuensche ich Ihnen eine bunte Herbstzeit, erfuellt und trostvoll.

Ihr Pfarrer Martin K. Guenther


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