St. Georg Dessau


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Monatsgedanken

Allgemeines

Dezember 2021

Freude


Das zentrale Wort in der Bibel, ueber 200 Mal zusammengefuegt mit dem Wort Gott, ist das Wort "Freude".

"Aber gucken Sie sich doch mal die heutige Welt an, Herr Pfarrer!", meint ein Zeitgenosse kritisch.

Natuerlich gibt es Vieles, das die Freude daempft und verhindert. Und auch das kennen wir, dass sich Menschen mit dem aelterwerden seltener freuen. Auch das gibt es, dass ein heiterer Mensch in schwierigen Zeiten mit Verwunderung und Stirnrunzeln angesehen wird. Angesichts der anhaltenden Corona - Krise koennte jemand einwenden: Bevor man sich "freuen" kann, muesse man erst einmal die politischen bzw. medizinischen Verhaeltnisse verbessern. Das ist richtig. Aber es gibt eben auch die Situation, dass sich die aeusserlichen Verhaeltnisse zum Guten gewendet haben und immer noch sind keine freudigen Menschen da.

Jesus weiss, dass ein Mensch, der sich nicht freuen kann, eine Last fuer seine Umgebung ist. Ein Mensch kann gewissenhaft und korrekt seine Pflicht tun, er kann aufopfernd Naechstenliebe ueben - aber wenn er oder sie es ohne Freude tun, dann fehlt das Wichtigste und solch ein Mensch ist mehr Last als Wohltat. Freudige Verstaendigung, das zeigt die Gegenwart, gelingt Menschen mitunter schwer oder gar nicht. Als Menschen sind wir seelisch auf Hilfe angewiesen, und zwar durch eine Kraft, die nicht vom Menschen kommen kann, sondern von Gott ausgeht. Deshalb heisst es hier: "Denn, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR" - Und "wohnen" bedeutet: der heilende, Heilige Geist nimmt Wohnung in Herz und Seele bei mir. Daran erinnert der Advent - Ankunft - der Freude: Sei froehlich, Du hoffender Mensch! "Du Tochter Zion, freue dich!"

Ich wuensche Ihnen einen besinnlichen Advent und Freude an Jesus Christus zur Weihnacht.

Ihr Pfarrer Martin K. Guenther



Januar 2022

Gott schenkt uns ein Zuhause


"Wohnst du noch, oder lebst du schon?" Diesen Spruch benutzte ein grosses Moebelhaus in seiner Fernsehwerbung. "Zuhause ist, wo sich dein Herz wohlfuehlt." So oder so aehnlich ist es auf zahlreichen Postkarten und Wandbildern zu lesen. Das eigene Zuhause - das ist mehr als ein Dach ueber dem Kopf. Es ist der vertraute Ort, an dem Menschen sich sicher und geborgen fuehlen, wo sie angekommen und angenommen sind.

"Meister, wo wirst du bleiben?" Das ist das Erste, was die beiden Juenger am Anfang des Johannesevangeliums fragen, als sie auf Jesus treffen. Sie fragen ihn nach seiner Unterkunft fuer die Nacht. Doch einen konkreten Ort benennt Jesus nicht. Stattdessen antwortet er ihnen mit einer Einladung: "Kommt und seht!". Die Bibel berichtet weiter, dass die Juenger Jesus folgen und bei ihm bleiben. Wo sie auch hingegangen sein moegen - bei Jesus haben sie einen Ort gefunden, an dem sie bleiben koennen und wollen. In seiner Gemeinschaft fuehlen sie sich zu Hause.

Und das gilt bis heute, wenn Menschen auf der Suche nach Schutz und Geborgenheit sind. "In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen", sagt Jesus an anderer Stelle (Johannes 14,2). Christinnen und Christen egal welcher Herkunft koennen mit dieser Zusage gewiss sein, dass auch sie bei Gott ein Zuhause haben. Den Ort, an dem sie bleiben koennen, an dem sie angenommen sind und wo sich ihr Herz wohlfuehlt.

Detlef Schneider


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